Parkplatz
Auronzo-Hütte in den Sextener Dolomiten an einem Wochenende
Ende August. Die Urgewalten der Natur haben sich in der vergangenen
Nacht über unserem Bully ausgetobt. Aber wir wurden belohnt
mit einem traumhaften Sonnenaufgang nach den nächtlichen Gewittern.
Wir
wählten nicht die "Autobahn" zur Drei-Zinnen-Hütte,
sondern den viel einsameren Weg Nr. 105. So umrundeten wir in einem
großen Bogen die berühmten Drei Zinnen. Vor der Hütte
rüsteten wir zum Klettersteig - Brust- und Sitzgurt angelegt,
die Seile eingebunden, Taschenlampe griffbereit und die Helme auf
die Köpfe. Dann waren wir bereit für den "Innerkofler
De Luca - Steig"
Am spannensten
gestaltete sich der Wegabschnitt durch den stockfinsteren Tunnel.
Es ist kaum zu glauben, aber der Tunnel ist wirklich absolut dunkel.
Trotzdem konnten wir oft auf unsere Taschenlampen verzichten und
nur von unseren übrigen Sinnen geleitet durch die Dunkelheit
gehen.
Welch
schreckliche Szenen haben die Soldaten im ersten Weltkrieg hier
wohl erleben müssen?
Wir
erreichten bald die Gamsscharte und über eine gesicherte Felsstufe
den Gipfel des Paternkofel - nur - gesehen haben wir nichts!
Von
wegen traumhafte Aussicht auf Drei Zinnen und das Dolomiten-Panorama!
Wenigstens konnten wir das Gipfelkreuz erkennen.
Über
einen weiteren Klettersteig, den "Sentiero delle Forcelle"
sind wir zum Büllelejoch und zu einer kleinen Kaffeepause in
die Lavaredohütte.
Im Regen
mussten wir dann die letzten 25 Minuten zurück zur Aurozohütte
und zu unserem Bully gehen. |