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Klettersteige in der Sella

Ein Traumwochenende in den Dolomiten!

Verrückt ist es ja schon, da fahren wir noch Freitag abend vier Stunden zum Grödner Joch, nur um ein Wochenende in den Dolomiten zu verbringen.

Belohnt werden wir mit traumhaften Sonnenaufgängen.

Unser Ziel für den Samstag war die Piscadiu-Spitze mit ihren 2985 m.

In wenigen Minuten erreichten wir den Einstieg zum Klettersteig, denn wir wollten über den "Via ferrata Brigata Tridentina" zum Rifugio Pisciadù aufsteigen.

Der Einstieg in den Klettersteig war dann eher feucht denn schwierig.
Stets gut durch Drahtseile gesichert ging's das erste Teilstück nach oben.

Ein gemütlicher Wanderweg führte zum Einstieg den zweiten - weitaus rassigerem - Teil der Ferrata. Dieser bot uns schwindeleregende Ausblicke und als Krönung und Abschluss eine Hängebrücke

Der Espresso auf der Pisciadu-Hütte mundete uns vorzüglich und gab uns die Energie für den einstündigen Aufstieg auf die Pisciadu-Spitze.

Als Abstieg wählten wir den steilen, teils gesicherten Pfad durchs Val Setus zurück zum Parkplatz.

Unser Fazit für die "Via ferrata Brigata Tridentina": anspruchsvoll, rassig, aber nicht so schwierig, wie häufig beschrieben.

Noch am Samstag nachmittag wechselten wir zum Pordoi-Joch, denn für den Sonntag haben wir uns was richtig schweres ausgesucht:

Die "Via ferrata Cesare Piazzetta".

Wie schreibt ein Klettersteigführer: Der "leichteste Dreitausender" der Dolomiten lockt mit einem der schwierigsten aller bisher gebauten Klettersteige!

Und wir sollten nicht entäuscht werden. Nach einer Stunde Aufstieg vom Ossario del Pordoi durch's Val de Soel erreichten wir den Einstieg und wurden gleich durch ein Warnschild begrüßt:

Wackere Klettersteiggeher lassen sich da natürlich nicht abschrecken. Wir legten unsere Klettersteig-Ausrüstung an und stiegen los. Und spätestens dann schwört man sich wieder, noch regelmäßiger ins Fitness-Studio zu gehen und noch mehr Krafttraining zu machen. Und wieder war als Höhepunkt eine Hängebrücke - nur luftiger als im Pisciadu-Anstieg - zu überschreiten.


Und nach drei Stunden teilweise sehr anstrengenden Klettersteig, erreichten wir den Höchsten der Sella-Gruppe, den Piz Boè (3.152 m - Axel's dritter Dreitausender!).  

Den Abstieg versüßten wir uns mit einem Espesso auf dem Rifugio Forcella Pordoi.